Über uns

Textilrestaurierung Neugebauer GmbH

Historische Textilien brauchen einen Zustands- und Materialbefund, Materialkenntnis und die Bereitschaft, nicht mehr zu tun als fachlich vertretbar ist.

Die Textilrestaurierung Neugebauer GmbH in Wien konserviert und restauriert textile Kulturgüter für Museen, Kirchen, Sammlungen und private Eigentümerinnen und Eigentümer. Im Atelier im Schloss Schönbrunn werden Gewebe, Stickereien, Futterstoffe, Metallfäden, Montierungen und Nutzungsspuren untersucht, gesichert und dokumentiert.

Team der Textilrestaurierung Neugebauer im Schlosspark Schönbrunn

Atelier

Unsere Arbeit beginnt mit dem Befund

Im Atelier werden textile Objekte zuerst als Materialgefüge befundet: Faser, Bindung, Futter, Nähte, Stickgrund, Metallfäden, Aufhängungen, frühere Ergänzungen und Zustandsphänomene. Dazu gehören Paramente, Fahnen, Tapisserien, Stickereien, historische Kleidung, textile Raumausstattung, fragile Fragmente und Objekte mit komplexem Aufbau.

Nutzungsspuren, Alterung und frühere Eingriffe sind keine Störung, die verschwinden muss. Sie gehören zur Geschichte des Objekts. Gesucht wird keine überformte Oberfläche, sondern ein gesicherter Zustand, in dem Substanz, Form und Würde erhalten bleiben.

Restauratorische Arbeit an einem historischen liturgischen Textil

Haltung und Arbeitsweise

Textilrestaurierung verlangt begründete Entscheidungen

Befundung und Dokumentation sind die Grundlage jeder Entscheidung. Was sichtbar bleibt, was unterlegt wird, welche Bereiche entlastet werden, welche Verschmutzung reduziert werden darf und was bewusst unangetastet bleibt, entscheidet sich am jeweiligen Objekt.

Die Eingriffe bleiben so zurückhaltend wie möglich und so deutlich dokumentiert wie nötig. Ein historisches Textil soll nach der Bearbeitung nicht neu wirken. Es soll in seiner überlieferten Substanz stabiler, verständlicher und für Depot, Präsentation oder Nutzung besser geschützt sein.

Objektverantwortung

Für alle, die textile Originale bewahren, ausstellen oder weitergeben müssen

Museen und Sammlungen

Für Museen, die Tapisserien, Kleidung, Fahnen, Stickereien oder textile Ausstattungen befunden, sichern, montieren oder depotgerecht lagern müssen.

Kirchen und Orden

Für Kirchen und Ordensgemeinschaften mit Paramenten, Prozessionsfahnen, Skulpturenbekleidung und liturgischen Textilien, deren Würde und Gebrauchsgeschichte erhalten bleiben soll.

Archive und Stiftungen

Für Sammlungen, Archive und Stiftungen, die Zustände priorisieren, Depotlösungen planen oder textile Bestände für Leihverkehr, Präsentation und Forschung vorbereiten.

Private Eigentümer*innen

Und für private Eigentümerinnen und Eigentümer, die ein geerbtes Kleid, eine Fahne, ein besticktes Tuch oder ein anderes historisches Textil fachlich einordnen lassen möchten.

Oft geht es dabei nicht nur um eine einzelne Maßnahme, sondern um Orientierung: Was ist vorhanden? Wie ist der Zustand einzuschätzen? Was ist dringend? Was kann warten? Wie lässt sich ein Objekt lagern, transportieren, präsentieren oder langfristig sichern?

Atelierpraxis

Genauer Befund, präzise Beobachtung, nachvollziehbare Maßnahmen

Die Arbeit an historischen Textilien verlangt Geduld und Genauigkeit: ein loser Metallfaden, eine gebrochene Seide, eine alte Naht, ein gespannter Futterstoff oder eine frühere Montierung kann die ganze Maßnahme bestimmen. Diese Details werden nicht nebenbei gesehen, sondern sind Teil des Befundes.

Das Atelier im Schloss Schönbrunn ist der Ort, an dem textile Kulturgüter mit Zeit, Sorgfalt und fachlicher Verantwortung bearbeitet werden. Mitgedacht werden nicht nur die sichtbaren Flächen, sondern auch Depot, Klima, Handhabung, Ausstellung, Transport und spätere Dokumentation.

Wenn ein historisches Textil beurteilt, konserviert, restauriert oder für Präsentation und Depot gesichert werden soll, beginnt der nächste Schritt mit einem Blick auf das Objekt.